Eine Grundschule für Boro
  • Jigiya Bon – Boro
    Feierliche Einweihung des neuen Schulgebäudes.
  • Jigiya Bon – Boro
    Das frisch fertiggestellte Schulgebäude.
  • Jigiya Bon – Boro
    Die Schüler und Schülerinnen.
Jigiya Bon Nr. 4 in Boro im Dogonland

Unser neuestes Projekt, Jigiya Bon Nr. 4 – Boro, ist im Osten Malis im Dogonland angesiedelt.

Das Dorf Boro liegt abgelegen in einem sehr trockenen Gebiet. Wegen mangelnder Schulen und Verdienstmöglichkeiten wandern viele junge Menschen in die größeren Städte ab. Boro hatte bisher keine eigene Schule. Die Kinder mussten sieben Kilometer zur nächsten Schule laufen, was zur Folge hatte, dass die meisten Eltern, wenn überhaupt, eher ihre Söhne in die Schule schickten. Die Mädchen werden meist im Haushalt beschäftigt oder mit der Betreuung der jüngeren Geschwister betraut. Jede Familie hat in Mali durchschnittlich etwa 7 Kinder.

Für dieses Dorf haben wir zunächst den Bau einer Grundschule (1. bis 9. Schuljahr) finanziert. Die Schule ist staatlich anerkannt und mit drei LehrerInnenstellen ausgestattet. Damit ist ihre Nachhaltigkeit gewährleistet. Anfang Oktober 2011 wurden mit dem Beginn des nächsten Schuljahres die ersten 75 Kinder eingeschult.

Die Bevölkerung engagiert sich sehr; die Eltern zahlen monatlich 200 FCFA pro Schüler; damit kann das Gehalt der 2. Lehrerin bezuschusst werden. Die Jugendlichen von Boro haben auf ihre Kosten ein einfaches Haus aus Steinen und Banco für die Kantine und die Direktorwohnung errichtet; zur Zeit klopfen sie Steine für den Bau von Latrinen. Ausserdem wurden rund um die Schule Mangobäume gepflanzt.

Da die Lebensmittelpreise nach der Besetzung des Nordens von Mali und den Unruhen stark gestiegen sind und viele Familien zu wenig zu essen haben, hat HdH zunächst für 1 Jahr eine Schulspeisung eingeführt. Auch eine Wasserversorgung der Schule konnte dank Ihrer Hilfe installiert werden.

Im Oktober 2011 hat in Boro die Schule begonnen.
Das von Jigiya Bon finanzierte Schulgebäude in Boro.
"Häuser der Hoffnung unterstützt Schritt für Schritt die Unabhängigkeit und Selbständigkeit der Menschen. Und es ist wunderbar, diese Entwicklung langfristig mitzuerleben und fördern zu können."
Antje Tschira, Wiesloch