{"id":7816,"date":"2019-02-22T21:22:44","date_gmt":"2019-02-22T20:22:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.haeuser-der-hoffnung.org\/?page_id=7816"},"modified":"2022-12-14T12:27:12","modified_gmt":"2022-12-14T11:27:12","slug":"daoudabougou","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.haeuser-der-hoffnung.org\/de\/daoudabougou\/","title":{"rendered":"Daoudabougou"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;]<div class=\"prk_shortcode-title\"><div class=\"header_font prk_titlify_father sizer_large zero_color\" style=\"color:#336600;text-shadow:0px 0px 1px rgba(51, 102, 0,0.3);\">Daoudabougou<\/div><\/div>[\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;]<div class=\"prk_shortcode-title\"><div class=\"header_font prk_titlify_father sizer_medium zero_color\" style=\"color:#669900;text-shadow:0px 0px 1px rgba(102, 153, 0,0.3);\">Wir wissen nicht, wie viele M\u00e4dchen davor bewahrt wurden beschnitten zu werden, aber es d\u00fcrften Hunderte sein....<\/div><\/div>[vc_column_text]<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Wir nennen es das Daoudabougou-Projekt:<br \/>\nAn die 50.000 Menschen leben dort, es ist ein sehr armes Viertel, ohne Kanalisation, wenig Strom, mit schlechten Stra\u00dfen.<br \/>\nUnsere Partnerinnen vor Ort, Dr. Omou Traor\u00e9, \u00c4rztin, Mariam Seck, Soziologin und<br \/>\nFrau Tour\u00e9, Mitarbeiterin aus dem Familienministerium, haben in den letzten sechs Monaten (Fr\u00fchjahr und Sommer 2018) an die 3.000 Personen unterrichtet und \u00fcber die dramatischen Folgen der Beschneidung aufgekl\u00e4rt.<br \/>\nDer Eingriff ist absolut tabuisiert, niemand darf dabei sein au\u00dfer der Beschneiderin,<br \/>\nihrer Assistentin und dem Opfer.<br \/>\nSo wei\u00df keiner von den Familienangeh\u00f6rigen, was dabei tats\u00e4chlich geschieht und<br \/>\nwas es wirklich bedeutet, ein M\u00e4dchen zu beschneiden.<br \/>\n&#8222;Es war schon immer so, also wird es schon richtig sein&#8220;, denken die Leute.<br \/>\nDie Beschneiderinnen stehen hoch im Ansehen und verdienen ungew\u00f6hnlich viel Geld, was der Aura des Geheimnisvollen geschuldet ist.<br \/>\nNach vollzogener Beschneidung erhalten die M\u00fctter ihre weinenden und blutenden M\u00e4dchen, meist S\u00e4uglinge, in den Arm gedr\u00fcckt und sind v\u00f6llig mit der Situation \u00fcberfordert, sie m\u00fcssen miterleben, wie ihr Kind vor Schmerzen schreit, Fieber entwickelt oder apathisch wird. Einige M\u00e4dchen verbluten. Auch dar\u00fcber wird nicht gesprochen. Manche Menschen sind vielleicht skeptisch, ihnen fehlen das Wissen und die Argumente, sich wirklich gegen diese Praxis zu wehren.<\/p>\n<p>Deshalb fiel das Projekt auf einen sehr fruchtbaren Boden:<br \/>\nunterst\u00fctzt von den lokalen Autorit\u00e4ten und dem Chef du Quartier wurden die Bewohner (jeder war willkommen) 2 x w\u00f6chentlich unterwiesen.<br \/>\nDer Unterricht fand in Schulen des Viertels, auf H\u00f6fen und in unserem M\u00e4dchenzentrum Jigiya Bon statt.<br \/>\nDie Reaktion war \u00fcberall die gleiche: es war ein Schock f\u00fcr die Menschen zu erfahren, was genau passiert.<br \/>\nDie Biologie des menschlichen K\u00f6rpers wurde ihnen erkl\u00e4rt, die Durchf\u00fchrung dieses Eingriffs mit einem unsterilen Messer oder einer alten Rasierklinge, das Einschneiden oder Abtrennen der \u00e4u\u00dferen Genitalien und der gesundheitliche Schaden, den die Beschneidung verursacht sowie die Folgen, die sie zeitigt.<br \/>\nJedem war freigestellt dar\u00fcber zu denken was er wolle.<br \/>\nAber alle Zuh\u00f6rer waren fassungslos. Dutzende Zuh\u00f6rer meldeten sich freiwillig, sie wollten mehr erfahren, wollten als Multiplikatoren fungieren, um das Wissen in ihren Gro\u00dffamilien zu verbreiten.<br \/>\nJugendliche taten sich zu Gruppen zusammen, entwickelten Sketche und T\u00e4nze,<br \/>\nriefen Treffen ein, um die Informationen weiterzugeben.<br \/>\nEmp\u00f6rt sprangen bei den Vortr\u00e4gen, die mit Fotos und Filmen begleitet wurden,<br \/>\nimmer wieder Frauen auf und schrieen:<br \/>\n&#8222;Das muss endlich aufh\u00f6ren. Sofort. Man darf M\u00e4dchen nicht mehr beschneiden&#8220;.<br \/>\nEine Frau namens Kadiatou Coulibaly hatte ihre Schwiegertochter Alima mitgebracht,<br \/>\ndie gegen ihren Willen heimlich ihre T\u00f6chter beschneiden lie\u00df. Nach der Sitzung war auch Alima \u00fcberzeugt und bereute ihr Tun sehr.<\/p>\n<p>Dr. Traor\u00e9 res\u00fcmiert, dass 80% der Teilnehmer jetzt nicht nur gegen die Beschneidung sind, sie setzten sich auch aktiv f\u00fcr ein Verbot dieser Praktik ein.<\/p>\n<p>Die Nachfrage, diese Informations-Kurse fortzusetzen, ist riesig. Daf\u00fcr suchen wir dringend neue Spender.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_single_image image=&#8220;8655&#8243; img_size=&#8220;full&#8220;][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text] Wir nennen es das Daoudabougou-Projekt: An die 50.000 Menschen leben dort, es ist ein sehr armes Viertel, ohne Kanalisation, wenig Strom, mit schlechten Stra\u00dfen. 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