{"id":1295,"date":"2004-12-23T16:31:53","date_gmt":"2004-12-23T16:31:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.haeuser-der-hoffnung.org\/?p=1295"},"modified":"2024-04-26T11:03:45","modified_gmt":"2024-04-26T10:03:45","slug":"reisebericht-von-gunthard-weber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.haeuser-der-hoffnung.org\/de\/reisebericht-von-gunthard-weber\/","title":{"rendered":"Reisebericht von Gunthard Weber, Dezember 2004"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<p><strong>Das Ziel: Jigiya Bon in Bamako \/ Mali<\/strong><\/p>\n<p>Seit circa einem Jahr hatten wir f\u00fcr die Errichtung des Schulwohnheims Spenden gesammelt und reisten nun nach Bamako, um bei dessen Einweihung und Er\u00f6ffnung die Mitglieder des deutschen Vereins H\u00e4user der Hoffnung e.V. zu vertreten und den Stand des Projektes zu dokumentieren. Wir, das sind Gunthard Weber und seine Tochter Leonie.<\/p>\n<p>Als wir am 16.12.2004 in Frankfurt losfliegen, haben wir neben unserem pers\u00f6nlichen Gep\u00e4ck und der Video- und Fotoausr\u00fcstung vor allem Spenden und Geschenke dabei: Kleidung, Schuhe, franz\u00f6sische Kinderb\u00fccher, eine Weltkarte, Bunt- und Bleistifte, Fieberthermometer, Taschenrechner f\u00fcr die Buchf\u00fchrung, Farbb\u00e4nder und andere Kleinigkeiten, die in Mali schwer zu bekommen sind.<\/p>\n<p>Am Flughafen in Bamako begr\u00fc\u00dft uns Wilfried Hoffer, unser Freund, der das B\u00fcro der GTZ (Gesellschaft f\u00fcr Technische Zusammenarbeit) in Bamako leitet.<br \/>\nBeim Abendessen im Hofferschen Haus ist nat\u00fcrlich fast ausschlie\u00dflich das Projekt Gespr\u00e4chsthema: die M\u00e4dchen, Angestellten, die Pleiten, H\u00f6hepunkte, Herausforderungen, Finanzen. Wir haben uns das letzte Mal auf dem Afrika-Festival im Mai in W\u00fcrzburg gesehen. Es gibt viel auszutauschen.<br \/>\nDuschen und m\u00fcde in die Betten unter die Mosquitonetze. Drau\u00dfen sto\u00dfen in den Mangob\u00e4umen die fliegenden Hunde merkw\u00fcrdig hohe und schrille Pfeift\u00f6ne aus.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;2356&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; img_link_target=&#8220;_self&#8220;]tricker[\/vc_single_image][vc_column_text]<em>Stra\u00dfe in Daoudabougou.<\/em>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;1569&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; img_link_target=&#8220;_self&#8220;]tricker[\/vc_single_image][vc_column_text]<\/p>\n<div>\n<div><em>Auf dem Weg zu einer der beiden Privatschulen, die von den M\u00e4dchen besucht werden.<\/em><\/div>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<p><strong>Freitag, 17.12.2004<\/strong><br \/>\nDie Fahrt zum Centre dauert zehn Minuten. Wir \u00fcberqueren die Hauptstra\u00dfe, die zur alten Br\u00fccke und so zum Zentrum von Bamako f\u00fchrt. Da es keine Ampeln gibt, ist bei dem lebhaften Morgenverkehr das Einf\u00e4deln und \u00dcberqueren eine Kunst.<br \/>\nDie Stra\u00dfe in dem alten Stadtteil Daoudabougou ist ges\u00e4umt von einfachen L\u00e4den, M\u00e4rkten und Reklameschildern. Ausgeschlachtete Autos, viel Plastikm\u00fcll, Menschen zu Fu\u00df, Frauen mit Lasten auf den K\u00f6pfen, Mopeds wohin man schaut; Wolken von Abgasen aussto\u00dfende Lastwagen, Kleinbusse, in denen dichtgedr\u00e4ngt die buntgekleideten Passagiere sitzen. Immer wieder Obstst\u00e4nde mit Bananen, Orangen, Papayas.<\/p>\n<p>In einer Seitenstra\u00dfe halten wir vor dem Centre: eine neu gebaute unverputzte Mauer um ein rechteckiges Grundsst\u00fcck, eine gro\u00dfe rostfarbene Eisent\u00fcr mit einem etwas bombastischen, eingearbeiteten Ornament. Im Eingangsbereich betonieren viele Arbeiter den Platz zwischen dem alten Geb\u00e4ude und dem neuen M\u00e4dchenhaus. Geradeaus unter dem gro\u00dfen Mangobaum die Kochstelle. Drumherum sitzen einige der M\u00e4dchen, Sali, die K\u00f6chin, Kadida die Frau des W\u00e4chters, einige Besucher. Es wird gekocht, gespielt, erz\u00e4hlt.<br \/>\nWir werden von Mariam Sidib\u00e9, der Betreuerin der Kinder begr\u00fc\u00dft. Gaoussou, der Bauleiter und Kalifa Kon\u00e9, der W\u00e4chter-Hausmeister kommen hinzu. Le Patron und seine Tochter werden von allen Seiten begutachtet und die Kinder werden uns einzeln vorgestellt.<\/p>\n<p>Die Besichtigung der Baustelle beginnt. Vorsicht, hier nicht hintreten, der Beton ist noch nicht fest. Aufpassen, das ist frisch gestrichen. Hier sollen Rosen hinkommen.<br \/>\nDie drei H\u00e4user sind fast einzugsbereit, die gelben Fenster und T\u00fcren leuchten freundlich. Gleich rechts auf dem Grundst\u00fcck liegt das langgestreckte M\u00e4dchenhaus mit f\u00fcnf Zimmern. Davor verl\u00e4uft eine \u00fcberdachte Veranda. In der rechten Ecke neben dem M\u00e4dchenhaus die Toiletten- und Waschanlage, an der noch heftig gearbeitet wird.<\/p>\n<p>Die M\u00e4dchen sind noch im alten Haus untergebracht. In wenigen Tagen werden sie umziehen. Zur Einweihung soll alles fertig sein.<br \/>\nMan zeigt uns die zwei Brunnen, aus denen bisher aus etwa acht Meter Tiefe Wasser an langen Seilen mit Eimern heraufgezogen wird. \u00dcber dem Brunnen vor dem M\u00e4dchenhaus wird gerade ein gro\u00dfes Wasserreservoir gebaut, in das das Nutzwasser automatisch gepumpt werden wird. Der Trinkwasseranschluss ist neben der K\u00fcche schon vorhanden. An dem Stromanschluss wird gerade noch gearbeitet. Die Standardbeleuchtung in Mali besorgen Neonr\u00f6hren: nicht gerade gem\u00fctlich, aber schon beinahe ein Luxus hier.<\/p>\n<p>Wir werden gleich in die Planungen miteinbezogen: Wie hoch sollen die Terrassenw\u00e4nde mit abwaschbarer Farbe gestrichen werden? Wo soll der Gem\u00fcsegarten angelegt werden, soll der Gemeinschaftsraum Glasfenster bekommen oder nur M\u00fcckengitter?<br \/>\nWir fotografieren die unterschiedlichen T\u00e4tigkeiten auf dem Hof, die Arbeiten an und in den Geb\u00e4uden und unterhalten uns in unserem beschr\u00e4nkten Franz\u00f6sisch mit den Angestellten und den M\u00e4dchen.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;2364&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; img_link_target=&#8220;_self&#8220;]tricker[\/vc_single_image][vc_column_text]<em>Einer der neuen Brunnen.<br \/>\n<\/em>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;2380&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; img_link_target=&#8220;_self&#8220;]tricker[\/vc_single_image][vc_column_text]<\/p>\n<div>\n<div><em>Sali kocht unter dem gro\u00dfen Mangobaum.<\/em><\/div>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<p><strong>Sonntag, 19.12.2004<\/strong><br \/>\nBesuch des Nationalmuseums. Gang durch das Stadtzentrum von Bamako.<br \/>\nAufr\u00e4um- und Putzarbeiten im Centre. Die M\u00e4dchen helfen kr\u00e4ftig mit.<br \/>\nL\u00e4ngs der Mauer werden Bougainvill\u00e9es gepflanzt, vor dem M\u00e4dchenhaus zwei Kokospalmen, vor den Hauseing\u00e4ngen Rosen. Der Anstrich an der umgebenden Mauer w\u00e4chst und w\u00e4chst. An der noch mauerlosen Seite wird der ramponierte Drahtzaun mit den Binsenmatten wieder geschlossen. Gro\u00dfes W\u00e4schewaschen. Immer h\u00e4ufiger kommen \u00e4ltere Nachbarn in den Innenhof und wollen sehen, was hier entsteht.<br \/>\nDie kleineren M\u00e4dchen besch\u00e4ftigen sich um den Mangobaum herum mit Gummitwist und Klatschspielen. Andere sticken in ihre neuen gelben Decken ihre Vornamen: Atoumata, Djeneba, Oumou&#8230;<br \/>\nAlles scheint allt\u00e4glich und gleichzeitig vibriert es irgendwie erwartungsvoll im Centre.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<p><strong>Montag, 20.12.2004<\/strong><br \/>\nEinladungen zu der Einweihungsfeier eint\u00fcten, Pflanzen f\u00fcr die Gr\u00fcnfl\u00e4chen des Centre in einer G\u00e4rtnerei aussuchen und im Gewimmel der Altstadt Kacheln f\u00fcr die Toiletten und Waschr\u00e4ume kaufen. Bequeme St\u00fchle f\u00fcr die zur Einweihungsfeier eingeladenen Honoratioren bestellen, unbedingt in blau-gelb. \u00dcbermorgen Abend um sechs Uhr k\u00f6nnen wir sie abholen. Eine Tonanlage brauchen wir auch noch. Ob wir den Botschafter fragen k\u00f6nnen? Es soll ja nichts kosten. Der Ministerin kann unm\u00f6glich zugemutet werden, ohne Mikro zu sprechen.<br \/>\nZu Hause endlich die begrenzten Informationen zu den Lebensgeschichten der M\u00e4dchen aufschreiben. Ruth \u00fcbersetzt, was Mariam sich bei den Aufnahmegespr\u00e4chen notiert hat. Zwischendurch fortw\u00e4hrend unterbrechendes Telefonklingeln.<br \/>\nGegen Abend kommt Dr. Salabary Doumbia vorbei, der bei der Friedrich-Ebert-Stiftung arbeitet und hervorragend deutsch spricht. Er hat sich bereit erkl\u00e4rt, die Interviews mit den M\u00e4dchen zu \u00fcbersetzen. Das Konzept der Resilienz interessiert ihn sehr.<br \/>\nWilfried Hoffer hat Geburtstag. Ein heiterer, herrlich lauer Abend drau\u00dfen unter dem f\u00fclligen Halbmond im beleuchteten Garten zu acht mit Freunden von Hoffers, mit gutem Essen und Wein feiern wir den Geburtstag des Hausherrn: ein paar Stunden, in denen man sich dem Paradies n\u00e4her f\u00fchlte als der malischen Realit\u00e4t. Solchen Widerspr\u00fcchen ist man hier fortw\u00e4hrend ausgesetzt. Gespr\u00e4che \u00fcber Erlebtes, Erinnerungen, Tr\u00e4ume, Au\u00dfergew\u00f6hnliches und Skurriles, Not und Notwendiges und die Spiritualit\u00e4t und Banalit\u00e4t des gew\u00f6hnlichen Alltags.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;2358&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; img_link_target=&#8220;_self&#8220;]tricker[\/vc_single_image][vc_column_text]<em>F\u00fcr die Er\u00f6ffnung fehlen noch St\u00fchle&#8230;<br \/>\n<\/em>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<p><strong>Dienstag, 21.12.2004<\/strong><br \/>\nAm Fr\u00fchst\u00fcckstisch werden wir mit \u201eI ni sogoma\u201c (Du und der Morgen) begr\u00fc\u00dft. Eine Frau antwortet darauf: \u201e Nse!\u201c (Ich und meine St\u00e4rke), ein Mann: \u201eNba\u201c (Ich und meine Mutter). W\u00e4hrend des Fr\u00fchst\u00fccks wird der Tag geplant.<\/p>\n<p>Wir sind um neun Uhr beim B\u00fcrgermeister von Daoudabougou verabredet, der uns das Grundst\u00fcck f\u00fcr das Centre zur Verf\u00fcgung gestellt hat.<br \/>\nEr wirkt erst etwas uninteressiert, als er leise antwortet merkt man aber, dass er zugeh\u00f6rt hat. Er zeigt Interesse, das Centre weiter zu unterst\u00fctzen. Dann kurz zu seinem Assistenten, dann zum Generalsekret\u00e4r. Ruth Hoffer kennt viele und wird von vielen begr\u00fc\u00dft. Ein Mann, der uns anspricht, m\u00f6chte, dass seine 14-j\u00e4hrige Tochter ins Zentrum kommt. Er sei arbeitslos und k\u00f6nne sie nicht ern\u00e4hren und zur Schule schicken. Nach dem 6. Januar soll er mit ihr zu einem Gespr\u00e4ch im Centre vorbeikommen.<br \/>\nLeonie hat inzwischen mit Mariam die Privatschule, in die die M\u00e4dchen gehen, besucht. Der Schuldirektor schaut danach im Centre vorbei. Die Leistungen der M\u00e4dchen seien noch unter dem Klassenniveau, stiegen aber langsam.<\/p>\n<p>Eine neue gr\u00f6\u00dfere Aktion: Wir haben entschieden, dass der am Zentrum vorbeif\u00fchrende Graben, der mit M\u00fcll und stinkenden Abw\u00e4ssern angereichert ist, zumindest im Bereich des Zentrums gereinigt werden soll. Die Arbeiter fangen sofort an. Der M\u00fcll wird mit Eselskarren weggekarrt. Die M\u00fcllabfuhr ist in Bamako kaum geregelt.<br \/>\nBis Donnerstag sollen noch Schilder angebracht werden: \u201eJigiya Bon Nr. 1 \u2013 Centre d&#8216; Appui a la Scolarisation des Filles\u201c. Das M\u00e4dchenhaus soll in Erinnerung an den gro\u00dfen Einsatz von Ruth Hoffer \u201eMaison Ruth Hoffer\u201c hei\u00dfen.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;1568&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; img_link_target=&#8220;_self&#8220;]tricker[\/vc_single_image][vc_column_text]<em>Centre zur Unterst\u00fctzung des Schulbesuchs von M\u00e4dchen &#8211; Hinweisschild am Eingang.<br \/>\n<\/em>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<p><strong>Mittwoch, 22.12.2004<\/strong><br \/>\nVon 9 Uhr morgens bis 5 Uhr nachmittags f\u00fchren wir Interviews mit den M\u00e4dchen. Herr Doumbia ist ein hervorragender, sehr einf\u00fchlsamer \u00dcbersetzer.<br \/>\nDie meisten M\u00e4dchen haben sehr schwere Schicksale. Fr\u00fcher Verlust der Eltern, harte Arbeit, zum Teil schlechte Behandlung und oft nicht genug zu Essen. Auf die Frage, was die schwerste Zeit in ihrem Leben gewesen sei, antworten viele der M\u00e4dchen, es sei die Zeit gewesen, in der die Familie nicht mehr genug Geld hatte, die Kinder zur Schule zu schicken.<br \/>\nWir sind beeindruckt, wie gut viele der M\u00e4dchen sich ausdr\u00fccken und ihre Situation reflektieren k\u00f6nnen. Viele der Lebensgeschichten r\u00fchren uns. Wir sind froh, zu h\u00f6ren, dass die M\u00e4dchen sich im Centre sehr wohl f\u00fchlen und sich der Chance, die ihnen die Schulbildung bietet, sehr bewusst sind. Viele betonen in den Gespr\u00e4chen, wie wichtig ihnen der Schulabschluss ist.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;2369&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; img_link_target=&#8220;_self&#8220;]tricker[\/vc_single_image][vc_column_text]<em>Leonie und Gunthard Weber mit Dr. Salabary Doumbia, der bei der Friedrich-Ebert-Stiftung arbeitet und f\u00fcr uns \u00fcbersetzt hat.<br \/>\n<\/em>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<p><strong>Donnerstag, 23.12.2004<\/strong><br \/>\nLetzte Vorbereitungen f\u00fcr die Einweihungsfeier. Bleche mit kleinen Pizzen und Quiches werden gebacken, Getr\u00e4nke und Eisbl\u00f6cke besorgt. Eine Leihfirma bringt St\u00fchle und ein Schatten spendendes Zeltdach. Alle haben ihre Festtagskleidung angelegt.<br \/>\nDie Ministerin f\u00fcr Frauenangelegenheiten, Kinder und Familien sagt kurzfristig wegen eines Termins bei der Gattin des Pr\u00e4sidenten ab.<br \/>\nDer Beginn der Einweihungsfeier verz\u00f6gert sich. Es gibt protokollarische Schwierigkeiten, wer vor oder nach wem sprechen darf. Mitglieder der Ministerien, des Rathauses, von Hilfsorganisationen sind anwesend, Nachbarn, Angeh\u00f6rige der M\u00e4dchen. Die Kinder singen Lieder. Reden werden auf franz\u00f6sisch gehalten, B\u00e4nder durchtrennt und alles besichtigt. Besondere Beachtung finden die franz\u00f6sischen B\u00fccher, die wir mitgebracht haben. Sie sind in Afrika eine Kostbarkeit.<br \/>\nF\u00e9licitations!!!<br \/>\nAm liebsten will man noch vor einer der kleinen, neugepflanzten Palmen fotographiert werden. Nach zwei Stunden kehrt wieder Ruhe im Zentrum ein, aber alle Bleibenden sitzen noch lange beieinander und tauschen sich \u00fcber das Geschehene aus.<br \/>\nNoch eine Teamsitzung mit Planungen f\u00fcr die n\u00e4chste Zeit.<br \/>\nDer B\u00fcrgermeister von Daoudabougou hat angedeutet, dass das Zentrum vielleicht auch noch das gleichgro\u00dfe Nachbargrundst\u00fcck dazu bekommen k\u00f6nnte.<br \/>\nWir \u00fcberlegen, was es kosten w\u00fcrde, dort ein weiteres Haus f\u00fcr M\u00e4dchen zu bauen, die in die Gymnasialstufe gehen, eine Berufsausbildung absolvieren oder studieren wollen. Diese M\u00e4dchen w\u00fcrden dann weniger betreut und m\u00fcssten f\u00fcr sich selbst kochen etc. und als Ausgleich die Schularbeiten der kleineren begleiten. Grunds\u00e4tzlich wollen wir uns mehr auf die Grundschulbildung von M\u00e4dchen konzentrieren. Wir erw\u00e4gen ein neues Programm f\u00fcr M\u00e4dchen, deren Familien intakt, aber sehr arm oder vor\u00fcbergehend in Not geraten sind. Wir w\u00fcrden ihnen den Schulbesuch finanzieren, sie k\u00f6nnten aber bei ihren Familien wohnen bleiben.<br \/>\nAm letzten Abend erfahren wir von Ruth Hoffer, dass Sch\u00fclerInnen des St.Irmengard Gymnasiums in Garmisch-Partenkirchen vor Weihnachten \u00fcber 1600 Euro f\u00fcr Jigiya Bon gesammelt haben. Es freut uns sehr, dass deutsche Sch\u00fclerInnen sich f\u00fcr malische engagieren.<br \/>\nEs war eine intensive Woche. Noch \u00fcberzeugter als vorher, dass sich der Einsatz f\u00fcr die Schulbildung von M\u00e4dchen in Mali lohnt, fliegen wir sp\u00e4t abends zufrieden ab und sind rechtzeitig zum Weihnachtsfest in Deutschland zur\u00fcck.<\/p>\n<p><em> Gunthard Weber<\/em><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;1559&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; img_link_target=&#8220;_self&#8220;]tricker[\/vc_single_image][vc_column_text]<em>Das Einweihungsfest von Jigiya Bon im Dezember 2004.<br \/>\n<\/em>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;2385&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; img_link_target=&#8220;_self&#8220;]tricker[\/vc_single_image][vc_column_text]<em>Singen zur Einweihungsfeier.<br \/>\n<\/em>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]Weitere Bilder finden Sie im <a href=\"https:\/\/www.haeuser-der-hoffnung.org\/bilder-2014\/bilder2004\/\"><strong>Bildarchiv<\/strong>.<\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text] Das Ziel: Jigiya Bon in Bamako \/ Mali Seit circa einem Jahr hatten wir f\u00fcr die Errichtung des Schulwohnheims Spenden gesammelt und reisten nun nach Bamako, um bei dessen Einweihung und Er\u00f6ffnung die Mitglieder des deutschen Vereins H\u00e4user der Hoffnung e.V. zu vertreten und den Stand des Projektes zu dokumentieren. Wir, das sind [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":147,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[103,43,16],"tags":[],"class_list":["post-1295","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-2004_archiv","category-jigiya-bon-in-bamako","category-bericht-aus-mali"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.haeuser-der-hoffnung.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1295","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.haeuser-der-hoffnung.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.haeuser-der-hoffnung.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.haeuser-der-hoffnung.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/147"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.haeuser-der-hoffnung.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1295"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.haeuser-der-hoffnung.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1295\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11728,"href":"https:\/\/www.haeuser-der-hoffnung.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1295\/revisions\/11728"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.haeuser-der-hoffnung.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1295"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.haeuser-der-hoffnung.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1295"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.haeuser-der-hoffnung.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1295"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}