{"id":771,"date":"2004-12-01T15:10:48","date_gmt":"2004-12-01T15:10:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.haeuser-der-hoffnung.org\/?p=771"},"modified":"2024-04-26T11:03:47","modified_gmt":"2024-04-26T10:03:47","slug":"die-ersten-wochen-von-jigiya-bon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.haeuser-der-hoffnung.org\/de\/die-ersten-wochen-von-jigiya-bon\/","title":{"rendered":"Die ersten Wochen von Jigiya Bon"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<p><span style=\"color: #669900;\"><strong>Die ersten Wochen \u2013 ein Bericht von Dezember 2004&#8230;<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong>Die Sch\u00fclerinnen<\/strong><br \/>\nNach ausf\u00fchrlichen Interviews mit etwa 30 M\u00e4dchen und deren Eltern oder Angeh\u00f6rigen wurden bisher 16 bed\u00fcrftige M\u00e4dchen aufgenommen.<\/p>\n<p>Es werden M\u00e4dchen ausgew\u00e4hlt, die in ihrer derzeitigen Situation nicht die M\u00f6glichkeit haben, zur Schule zu gehen. Zum Teil sind die Eltern verstorben oder die M\u00e4dchen sind bei Verwandten untergebracht, welche die Situation finanziell nicht tragen k\u00f6nnen oder wollen. Einige der Kinder wurden dort auch sehr schlecht behandelt. Zum Teil sind die Familien einfach zu arm, um ihren Kindern den Schulbesuch zu erm\u00f6glichen. In vielen F\u00e4llen k\u00f6nnen sie sich nur unzureichend ern\u00e4hren und die Kinder m\u00fcssen durch Arbeit zum Unterhalt beitragen. Die \u00e4lteren M\u00e4dchen sollen oft aus \u00f6konomischen Gr\u00fcnden fr\u00fch verheiratet werden und k\u00f6nnten danach die Schule nicht mehr besuchen.<br \/>\nWir bem\u00fchen uns, den Kindern zu erm\u00f6glichen, den engen Kontakt zu ihren Familien durch regelm\u00e4\u00dfige Besuche und Einladungen ins Centre aufrecht zu erhalten.<\/p>\n<p>Am Nachmittag des 15. Oktobers zogen die ersten sechs M\u00e4dchen in ihr neues Domizil ein.<br \/>\nDie zweist\u00f6ckigen Betten, Schr\u00e4nke, kleine Schreibtische und St\u00fchle waren schon bestellt, Matratzen, Bett\u00fccher, Schultaschen, Schreibutensilien, K\u00fcchenger\u00e4te, holzsparende Herde und die wichtigsten Unterrichtsmaterialien gekauft und Schlafpl\u00e4tze f\u00fcr die ersten M\u00e4dchen vorbereitet.<br \/>\nNeun weitere M\u00e4dchen sind inzwischen hinzugekommen. Bis der Wohntrakt fertig gestellt war, schliefen sie alle in zwei R\u00e4umen des alten Hauses. Inzwischen haben sie ihre neuen Zimmer bezogen. Insgesamt stehen 20 Pl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung, die im Laufe des Schuljahres belegt sein werden.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;2376&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; img_link_target=&#8220;_self&#8220;]tricker[\/vc_single_image][vc_column_text]<\/p>\n<p><em>Die ersten sechs Sch\u00fclerinnen ziehen im Oktober 2004 in das provisorischen Wohnhaus ein.<\/em><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;2389&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; img_link_target=&#8220;_self&#8220;]tricker[\/vc_single_image][vc_column_text]<\/p>\n<div>\n<div><em><span class=\"fliesstext\">Das M\u00e4dchenwohnhaus mit der Veranda ist fertig.<\/span><\/em><\/div>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<p><strong>Die Einweihung<\/strong><\/p>\n<p>Am 23. Dezember 2004 feierten wir in Anwesenheit eines Vertreters des Ministeriums f\u00fcr die F\u00f6rderung von Frauen, Kindern und Familie und des B\u00fcrgermeisters von Doudabougou, mit Angeh\u00f6rigen, vielen G\u00e4sten und den Nachbarn das Einweihungsfest. Bei dieser Gelegenheit wurde das M\u00e4dchenhaus <em>\u201eMaison Ruth Hoffer\u201c<\/em> getauft. Damit wurde der au\u00dfergew\u00f6hnliche Einsatz Ruth Hoffers gew\u00fcrdigt, ohne den der Aufbau des Centre in so einem kurzen Zeitraum und in dem Kostenrahmen (ca. 65 000 \u20ac, dabei beliefen sich die Baukosten auf knapp 46 000 \u20ac) nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;1557&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; img_link_target=&#8220;_self&#8220;]tricker[\/vc_single_image][vc_column_text]<em>Ruth Hoffer wird &#8222;verewigt&#8220; und das Fernsehen ist dabei.<\/em>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<p><strong>Die Schule<\/strong><\/p>\n<p>Bis auf eines der M\u00e4dchen gehen alle jetzt in eine von der Schulbeh\u00f6rde empfohlene Privatschule, die sie in 25 Minuten zu Fu\u00df erreichen.<br \/>\nDie 20-j\u00e4hrige Alima studiert Jura. Sie spricht sehr gut Franz\u00f6sisch und hilft den kleineren M\u00e4dchen bei den Schulaufgaben. Die M\u00e4dchen haben sich gut eingelebt und f\u00fcr die Tagesabl\u00e4ufe, die Schulbesuche und die Verteilung sonstiger Aufgaben Routinen entwickelt. Abends sitzen sie noch vor dem Dunkelwerden auf dem Grundst\u00fcck oder der Veranda vor ihren Zimmern und machen ihre Hausaufgaben.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]Weitere Bilder finden Sie im <a href=\"https:\/\/www.haeuser-der-hoffnung.org\/bilder-2014\/bilder2004\/\"><strong>Bildarchiv<\/strong>.<\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text] Die ersten Wochen \u2013 ein Bericht von Dezember 2004&#8230; Die Sch\u00fclerinnen Nach ausf\u00fchrlichen Interviews mit etwa 30 M\u00e4dchen und deren Eltern oder Angeh\u00f6rigen wurden bisher 16 bed\u00fcrftige M\u00e4dchen aufgenommen. Es werden M\u00e4dchen ausgew\u00e4hlt, die in ihrer derzeitigen Situation nicht die M\u00f6glichkeit haben, zur Schule zu gehen. 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