Koulikoroni: Schulstipendien-Programm
  • Jigiya Bon – Koulikoroni
    Ein extra-Klassenzimmer für die neuen Schulmädchen
  • Jigiya Bon – Koulikoroni
    Die 20 Schulstipendiatinnen und ein Geschwisterkind
  • Jigiya Bon – Koulikoroni
    Der Koordinator mit 17 der 20 Schülerinnen
Koulikoroni: Schulstipendien-Programm Nr. 2 für das ländliche Mali

Eine großzügige Spende aus Berlin hat uns einen lang gehegten Traum verwirklichen lassen: ein Schulstipendien-Programm im ländlichen Bereich konnte verwirklicht werden, in einem kleinen Dorf namens Koulikoroni, etwa eineinhalb Stunden mit dem Auto entfernt von der Hauptstadt Bamako, in nordwestlicher Richtung gelegen. Wir von „Häuser der Hoffnung“ orientieren uns an Wünschen, die an uns heran getragen werden, und hier handelt es sich um so einen Fall: bei unserem letzten Besuch in Koulikoroni berichteten uns der Schuldirektor und die Lehrer, dass nicht alle Kinder zur Schule gehen können, weil die Familien das Schulgeld nicht aufbringen oder weil die Mädchen nach alter Sitte früh (zwangs-)verheiratet werden. Wir sahen, wie diese Kinder ins Klassenzimmer hereinschauten und Anteil am Unterricht nehmen wollten. Der Bedarf ist groß, ein Anfang ist gemacht.

Nun dürfen 20 Mädchen erstmals zur Schule gehen: sie erhalten zunächst Nachhilfeunterricht, um auf das Niveau des laufenden Schuljahres zu kommen, werden mit Stiften, Tafel, Heften und Büchern ausgestattet, und somit beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt: die Schulzeit! Abdoulaye Diarra, erfahrenerer Pädagoge, im Bild mit den Kindern, wurde als Koordinator und Nachhilfelehrer eingestellt. Die Eigeninitiative des kleinen Dorfes hat uns beeindruckt: da kein Klassenzimmer für den Unterricht der neuen Schulmädchen zur Verfügung stand, haben die Dorfbewohner kurzerhand ein kleines Klassenzimmer errichtet, grandios!

Oumou und der Direktor