Schulwohnheim
  • Jigiya Bon – Schulwohnheim
    Eine Chance auf Bildung für Mädchen in Bamako
  • Jigiya Bon – Schulwohnheim
    Drei Bewohnerinnen.
  • Das Centre Jigiya Bon in Bamako
    Der begrünte Innenhof mit einem großen Mangobaum
  • Das Centre Jigiya Bon in Bamako
    Am Nachmittag im Schatten des Mangobaums
  • Jigiya Bon – Schulwohnheim
    Auf der Veranda
Zugang zu Bildung und ein Zuhause für Mädchen in Bamako, Mali

Über 15 Jahre gibt es nun schon Jigia Bon, das Schulwohnheim für Mädchen, in der Hauptstadt Bamako. Über 40 Mädchen aus armen Familien, die sonst keine Chance hätten, Lesen und Schreiben zu lernen, leben hier und besuchen Schulen mit gut ausgebildeten Lehren und kleinen Klassen. Bei Bedarf erhalten sie kostenlosen Nachhilfeunterricht, alljährlich eine neue Schuluniform und nehmen am Gesundheitsunterricht teil, wo sie Wissen erhalten auch über Tabu-Themen wie Sexualität und Beschneidung.

Wir von Häuser der Hoffnung sind davon überzeugt, dass Schulbildung eine der wichtigsten Voraussetzungen ist, um jungen Mädchen in einem armen Land wie Mali eine bessere Perspektiven zu eröffnen.

Die Vorsitzende des malischen Trägervereins, Virginie Moukoro, mit den Schülerinnen.
Das Grundstück und der Bau

Alles begann Anfang 2004. Nach langer Suche stellte uns der Bürgermeister des Stadtteils Daoudabougou kostenlos ein geeignetes Grundstück (1200 qm) zur Verfügung. Am 16. Oktober 2004 zogen die ersten sechs Mädchen ein. Mit Hilfe von vielen SpenderInnen und eigenen Geldern kam auch der Betrag zusammen, um weiter Häuser bauen zu können:

  • Ein Wohnhaus für die Mädchen (fünf Zimmer für jeweils vier Mädchen) mit Veranda.
  • Ein Haus mit einem großen Gemeinschaftsraum (42 qm), einem Büro, zwei Zimmern für die Betreuerin und einem kleinen Abstellraum.
  • Umbau des bereits vorhanden Hauses zur Küche samt Vorratskammer sowie zwei Zimmer für den Wächter und Hausmeister und seine Familie. Gekocht wird vor allem draußen unter einem Vordach und dem Mangobaum.

Am 23. Dezember 2004 wurde in Anwesenheit des Bürgermeisters und vieler Gäste (u. a. Ruth und Wilfried Hoffer, Gunthard und Leonie Weber) die Einweihung gefeiert: ein Fest! Wir hatten es geschafft, das Projekt innerhalb eines Jahres von der Idee bis zu Fertigstellung zu realisieren!

Die Schülerinnen im Innenhof des Centre.
Das Leben im Centre

Im Centre Jigiya Bon wohnen Mädchen im Alter zwischen 10 und 18 Jahren, werden mit Kleidung und Nahrung versorgt und betreut.
Sie besuchen eine Privatschule, die mehr kostet als eine staatliche Schule, in der die Lehrer aber besser ausgebildet und die Klassen bedeutend kleiner sind.

Die Betreuung der Mädchen beinhaltet außerdem Aufklärung und Information zu Themen wie Aids, Ernährung, Gesundheitsfürsorge, Beschneidung und politische Bildung. Einhergehend damit sollen sie Sozialverhalten einüben und angeregt werden, ihre Rolle als Mädchen und Frau in der malischen Gesellschaft aktiv zu gestalten.
Die aus Europa mitgebrachten Bücher finden großes Interesse. Die gespendeten Nähmaschinen werden häufig genutzt. Ein Gemüsegarten ist angelegt, und die Beete werden von den Mädchen täglich gegossen. Sie waschen auch ihre Wäsche selbst und bereiten abwechselnd das Frühstück vor.

Jeden zweiten Sonntag ist Familienbesuchstag. Wohnen die Verwandten weit entfernt, unterstützen wir ihre Besuche mit Zuschüssen.

Alle Mitarbeiter sind sozialversichert; sie und die Mädchen sind in einer für deutsche Verhältnisse sehr günstigen Krankenkasse, deren Leistungen für die am häufigsten auftretenden Krankheiten und die Basismedikamente ausreichen.

>> Bildarchiv 2005: Das Leben im Centre
"Das Projekt „Häuser der Hoffnung“ unterstütze ich von Herzen gern, weil ich weiß, dass hier meine finanzielle Zuwendung direkt - ohne Umweg über eine Verwaltung – bei den Kindern in Mali ankommt. In den 10 Jahren seit der Gründung des Projektes ist ein kleines Wunder geschehen: im ärmsten Land der Welt ist quasi aus dem Nichts ein großes Schul- und Bildungszentrum für Kinder und junge Frauen entstanden. Mich beeindruckt vor allem, dass hier nicht nur von Deutschland aus eine Hilfe installiert wurde, sondern dass einheimische Partner gewonnen wurden, so dass das Projekt sich dem Bedarf und den Verhältnissen im Land jeweils optimal anpassen und nachhaltig wirken kann."
Felicitas Lehmann, Erfurt

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