• 1702_Bamako_NeueSchuelerinnen

DIE „NEUEN“ im Mädchenzentrum Jigiya Bon

 6. Februar 2017

Untere Reihe von links nach rechts:

Awa Mallé, geht in die 4. Klasse, Tochter eines Vaters, der bei kriegerischen Auseinandersetzungen in Kidal ums Leben kam, die Mutter ist mittellos.

Coumba Diakité, geht in die 4. Klasse. Die Mutter ist mental verlangsamt, kann sich nicht ausreichend um die Familie kümmern. Coumba wurde geschlagen, da sie nicht unter dem Schutz der kranken Mutter steht. Sie wurde von den Großeltern ins Mädchenzentrum gebracht.

Nantenin Doucouré, geht in die 7. Klasse. Ihr Vater war Chauffeur, er ist bei einem Verkehrsunfall gestorben, die Mutter hat 5 Kinder, aber wenig Geld. Der Schuldirektor hat sie ins Zentrum gebracht; sie sei ein intelligentes Mädchen.

Kadiadia Bengali, geht in die 7. Klasse. Sie hat ihren Vater nie kennen gelernt, ein Bruder der Mutter hat sie ins Zentrum gebracht, denn der Lehrer hat sich dafür eingesetzt, dass sie in die Schule gehen kann.

Malado Sidibé, geht in die 5. Klasse. Ihr Vater war Soldat, ist bei den Kämpfen in Gao getötet worden, die Mutter ist mittellos.

Nah Konaré, ist Waisenkind, Mutter und Vater sind tot. Der Schuldirektor hat sie gebracht, damit sie weiter in der Schule bleiben kann.

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Obere Reihe von links nach rechts:

Oumou Kané, macht eine einjährige Ausbildung zur Geburtshelferin. Sie wohnte mit ihrer Mutter auf dem Dorf – als ihr Vater starb, hatte sie in Bamako als Hausmädchen arbeiten müssen, um zum Einkommen der kleinen Familie beizutragen. Sie möchte nach ihrer Ausbildung ins Heimatdorf zurückkehren und dort arbeiten.

Fatoumata Koné, geht in die 8. Klasse. Ihre Mutter ist geistig krank, deshalb hat sie bei der Großmutter gelebt. Als die Großmutter starb, kam sie zu einer Tante, die aber 8 eigene Kinder hat und über wenig Geld verfügt

Alima, die Assistentin der Direktorin des Mädchenzentrums.

Diani Sitan Koné, geht in die 7. Klasse. Ihre Mutter ist querschnittsgelähmt, der Vater ist gestorben.

Djeneba Sanaré, macht eine Ausbildung als Krankenschwester. Ihr Vater ist in der Nähe von Kidal bei Kämpfen gestorben, die Mutter ist arm. So musste sie in der Familie des verstorbenen Vaters Zuflucht finden, die aus über 20 Personen besteht. Es fehlt an allem, auch an Essen.

Alima Tembely, arbeitet morgens im Schneideratelier im Mädchenzentrum mit und macht nachmittags eine Ausbildung zur Schneiderin. Sie ist Waisenkind, Mutter und Vater sind tot, sie wohnt bei einer Tante.

 

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