Boro – Bau einer Schule im Dogonland

 15. Oktober 2011

Verbesserungen für ein abgelegenes Dorf im Dogonland: Bau einer Schule und einer Trockenanlage für Zwiebeln

Unser neuestes Projekt, Jigiya Bon Nr. 4, ist im Osten Malis im Dogonland angesiedelt. Das Dorf Boro liegt abgelegen in einem sehr trockenen Gebiet. Wegen mangelnder Schulen und Verdienstmöglichkeiten wandern viele junge Menschen in die größeren Städte ab.
Für dieses Dorf finanzieren wir den Bau einer Grundschule (1. bis 9. Schuljahr) und eine Trockenanlage für Schalotten für die Frauenkooperative des Dorfes. Die Schule ist staatlich anerkannt und mit drei LeherInnenstellen ausgestattet. Damit ist ihre Nachhaltigkeit gewährleistet.
Boro hatte bisher keine eigene Schule. Die Kinder mussten sieben Kilometer zur nächsten Schule laufen, was zur Folge hatte, dass die meisten Eltern, eher ihre Söhne in die Schule schickten- wenn überhaupt. Die Mädchen werden meist im Haushalt beschäftigt oder mit der Betreuung der jüngeren Geschwister betraut. Jede malische Familie hat durchschnittlich etwa sieben Kinder.

Das Dorf Boro liegt abgelegen in einem sehr trockenen Gebiet.

Das Dorf Boro liegt abgelegen in einem sehr trockenen Gebiet.

Das erste fertige Schulgebäude in Boro. Die Grundschule (1. – 9. Klasse) ist staatlich anerkannt und mit drei LehrerInnenstellen ausgestattet.
Das erste fertige Schulgebäude in Boro.

Der Bau der Grundschule wird allen Kindern des Dorfes ermöglichen, in die Schule zu gehen. Anfang Oktober werden mit dem Beginn des nächsten Schuljahres die ersten Kinder eingeschult.
Eine der wenigen Einnahmequellen in den abgelegenen Dörfern im Dogonland ist der Anbau von Zwiebeln. Die Dogon-Zwiebeln sind berühmt und werden durch Trocknen für den Export aufbereitet. Bisher wurden die Zwiebeln auf den Felsen zerquetscht und verteilt, um in der Sonne zu trocknen. Seit den 80er Jahren gibt es einfache Solartrockner wie im Nachbardorf, wohin die Frauen aus Boro gehen. Da das sehr umständlich und zeitraubend ist, können sie nur ein bis zwei Tonnen Zwiebeln im Jahr verarbeiten. Um ein ausreichendes Einkommen für das Dorf zu erwirtschaften, müsste die Menge jedoch auf fünf Tonnen erhöht werden. Mit der Technik sind die Frauen aus Boro bereits durch ihre Erfahrungen aus dem Nachbardorf vertraut. Die geplante Trockenanlage kann die Lebensverhältnisse im Dorf nun entscheidend verbessern und die Arbeit für die Frauen deutlich erleichtern.

Vielen Dank im Namen von Boro!

Im Oktober 2011 hat in der neuen Schule in Boro der Unterricht begonnen.

Im Oktober 2011 beginnt in der neuen Schule in Boro der Unterricht.

Weitere Bilder finden Sie im Bildarchiv.

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