Siokoro: Neue Trockenanlage für Kariténüsse

 15. Februar 2014

Auf der Reise im Januar 2014 begleitete uns der pensionierte Ingenieur Dr. Detlef Paul mit seiner Frau. Er hatte sich intensiv mit Trockenanlagen für Früchte und Nüsse in warmen Ländern beschäftigt und eine solche für uns geplant. Bei seiner Vorbereitung war er zu der Überzeugung gelangt, dass eine solche Anlage nicht gekauft werden müsste, sondern sie relativ einfach vor Ort errichtet werden könnte. Dafür hatte er in sorgfältiger Kleinarbeit ein Modell gebaut und ebenso mit nach Mali gebracht wie Baupläne, Fotos, Folien, Ventilatoren, Netze, Schrauben usw. Mit dem Maurer Gaoussou Togo und dem Schreiner Adama Bagayogo wurde der Bau genau besprochen und ein passender Platz neben der Fabrik ausgewählt. In dem 18 Meter langen und zwei Meter breiten, überdachten Kanal werden die Nüsse auf Netzen getrocknet, in dem warme Luft durch solargetriebene Ventilatoren durch den Kanal geschickt wird. So können die Nüsse auch in der Regenzeit getrocknet werden und der Trockenvorgang dauert nur noch wenige Tage. Das ermöglicht schon im Spätsommer den Anfang der Karitébutter-Produktion und außerdem könnte die Anlage auch für andere Projekte wie die Trocknung von Mangofrüchten interessant sein.
Die Produktionsdauer der Karitébutter wird durch 3 Faktoren bestimmt: die Erntezeit von Mai bis August, die Regenzeit, die das Trocknen der Nüsse verzögert und die anschließende Anbauzeit, in der die Frauen mit Feldarbeit beschäftigt sind.

Die Produktionsdauer der Karitébutter wird durch 3 Faktoren begrenzt: die Erntezeit von Mai bis August, die Regenzeit, die das Trocknen der Nüsse verzögert und die anschließende Anbauzeit, in der die Frauen mit Feldarbeit beschäftigt sind.

Die Idee einer Trockenalage entstand und der pensionierte Diplomingenieur Detlev Paul machte sich mit großem Engagement dachkundig und baute ein Modell, das unserem Mann für alles Gaoussou Togo und dem Schreiner Adama Bagajogo als Vorlage diente.

Heizzone mit Wellblech

Der schwarze Untergrund zieht die Wärme an.

Bau einer Trockenanlage in Siokoro: Trockenzone mit Netzrahmen.

Darüber wird ein Netz gespannt, auf dem die Nüsse liegen.

Anprobe für die Folie

Eine Folie wird darüber gespannt, die vor Feuchtigkeit und Verschmutzung schützt.

Probeaufbau, komplett mit Solarmodul

Ein Solarmodul treibt kleine Ventilatoren an, die die warme Luft über die Nüsse blasen.

Weitere Bilder finden Sie im Bildarchiv.

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