Sieben neue Schülerinnen und Azubis im Centre Jigiya Bon

 15. November 2009

Diese sieben Mädchen und junge Frauen sind 2009 ins Centre Jigiya Bon eingezogen

Lesen Sie hier mehr über die neuen Schülerinnen und Azubis.

Sieben neue Schülerinnen und Azubis im Centre Jigiya Bon: Ruth Hoffer mit ihren neuen Schützlingen im November 2009

Ruth Hoffer mit ihren neuen Schützlingen im November 2009.

Hintere Reihe von links nach rechts (ohne R. Hoffer): Djenebou Kanté, Kadiatou Mallé, Débéré Déna, Nansa Traoré

Vordere Reihe von links nach rechts: Fatoumata Seyba, Salimatou Konaté

Djénébou Kanté, geb. 1996
Djénébou wuchs die ersten Lebensjahre in der Elfenbeinküste auf. Ihr Vater wurde dort vor etwa 10 Jahren im Bürgerkrieg umgebracht. Ihre Mutter erkrankte kurze Zeit später und starb. Djénébou hat 6 Geschwister. Ein Rückholungsprogramm der Malischen Regierung brachte die Kinder zurück nach Bamako, wo sie bei einer älteren Dame in einem Vorort Bamakos untergebracht wurden. Djénébous ältere Geschwister bemühen sich, einen Lebensunterhalt zu verdienen, die jüngeren (8 und 10 Jahre) gehen auf eine öffentliche Schule.

Kadiatou Mallé, geb. 1987
Kadiatou machte ihr Abschlussexamen am Collége (9. Jahr) vor zwei Jahren. Sie lebte bei dem älteren Bruder und arbeitete als Dienstmädchen. Ihr Vater ist gestorben, ihre Mutter lebt auf einem Dorf und ist sehr arm. Katiatou möchte gern Matrone (Geburtshelferin) werden und dann in ihrem Dorf in Richtung Mopti arbeiten, wo es keinerlei Gesundheitsdienst gibt.

Débéré Déna, geb. 1989
Débéré in Bamako geboren und aufgewachsen. Sie ist Vollwaise und arbeitete als Hausgehilfin, hatte bei ihrer Anstellung aber keine Bleibe. 2009 zog sie ins Ausbildungswohnheim Jigiya Bon Nr. 2 ein und begann eine Schneiderlehre.

Nansa Traoré, geb. 1994

 

Nansas Vater starb als sie zehn Jahre alt war. Ihre Mutter heiratet wieder, doch der Stiefvater lehnt Nansa ab. Da die Schwester der Mutter nur Söhne hatte, wurde sie zur Tante gegeben. Dort wurde sie zwar gut behandelt, die Familie hatte aber nicht genug Geld, um Nansa weiter zur Schule zu schicken. Der Schuldirektor in Sibi vermittelte den Platz bei Jigiya Bon. Nansa besucht die siebte Klasse.

Fatoumata Seyba, geb. 1992

Fatoumata kommt aus Songo. Ihre Eltern sind arm und schon relativ alt. Sie ist das jüngste von vier Kindern. Die drei älteren Brüder leben alle in Bamako. Nach ihrem Schulabschluss kam sie zu ihrem großen Bruder und lebte mit ihm in einem Zimmer. Er bezahlte ihr die Schulmittel obwohl er als Hilfskoch nur umgerechnet 25 Euro im Monat verdient. Ihre Ausbildung konnte er nicht finanzieren. Fatoumata kam mit einer schweren Malaria zu Jigiya Bon, von der sie sich inzwischen erholt hat. Im Herbst 2009 begann sie eine Ausbildung zur Krankenschwester.

Salimatou Konaté, geb. 1990

Salimatous Eltern leben in einem kleinen, abgelegen Dorf bei Segou. Salimatou arbeitete als Hausgehilfin und musste bei ihrer Arbeitsstelle im Hausflur schlafen. Nach ihrem Schulabschluss wollte sie gerne eine Berufsausbildung machen, ihre Arbeitgeber wollten sie aber nicht länger bei sich unterbringen. Ihre ältere Schwester, die auch eine Ausbildung macht, brachte sie ins Centre.

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